Watvögel / Limikolen

Man könnte bei den Watvögeln auch von Schlammbewohnern sprechen. Die meisten Watvögel findet man an Ufern von Gewässern oder am Spülsaum vom Meer, wenn sie im weichen Boden nach Nahrung suchen. Die Bestimmung ist oft nicht ganz so leicht, da sich einige Arten sehr ähnlich sehen. Ich habe mal die Watvögel aus unserem Europa-Archiv zusammengetragen bzw. werde ich in nächster Zeit noch weiterführen. Einige Vertreter haben bereits ihren Platz hier in diesem Ordner gefunden.

 

Im September habe ich bei uns jetzt endlich eine gute Stelle gefunden, wo ich einige Arten während des Vogelzuges fotografieren können. Dabei sind tolle Aufnahmen vom Kampfläufer, Alpenstrandläufer, Zwergstrandläufer, Dunkelwasserläufer, Bekassine...entstanden.

 

Letzter Edit: 07.04.2026 

 

Austernfischer (Haematopus ostralegus)

Der Austernfischer (Haematopus ostralegus) ist ein auffälliger Watvogel mit schwarzem Oberkörper, weißem Bauch und langem rotem Schnabel.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er meist als Durchzügler oder seltener Brutvogel auf, besonders an größeren Gewässern wie dem Bodensee.
Ursprünglich ein Küstenvogel, nutzt er im Binnenland auch Kiesflächen, Flussufer, Wiesen und sogar Äcker.
Typisch ist sein lauter, pfeifender Ruf und sein schnelles Laufen auf der Nahrungssuche.
Mit seinem kräftigen Schnabel öffnet er Muscheln oder sucht nach Würmern, Insekten und anderen wirbellosen Tieren.
Viele Austernfischer sind Teilzieher und überwintern an den Küsten Westeuropas oder im Mittelmeerraum.

 

Stelzenläufer (Himantopus himantopus)

Der Stelzenläufer ist ein auffälliger Watvogel mit sehr langen, roten Beinen und kontrastreichem schwarz-weißem Gefieder. Sein europäisches Brutgebiet liegt vor allem im Mittelmeerraum sowie in Teilen Südosteuropas, mit einer langsamen Ausbreitung nach Mitteleuropa. In Deutschland tritt er unregelmäßig als Brutvogel oder Durchzügler auf, auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, meist an geeigneten Feuchtgebieten. Typisch ist sein Verhalten, watend im flachen Wasser nach Nahrung zu suchen und dabei mit dem Schnabel im Schlamm zu stochern. Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten, kleinen Krebstieren und anderen wirbellosen Tieren. Der Stelzenläufer ist ein Zugvogel, der im Winter vor allem nach Afrika oder in den Mittelmeerraum zieht. Als Lebensraum bevorzugt er flache Gewässer, Salinen, Lagunen und überschwemmte Wiesen mit wenig Vegetation.

 

Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta)

Der Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta) ist ein eleganter Watvogel mit schwarz-weißem Gefieder und einem charakteristisch nach oben gebogenen Schnabel.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er vor allem ein seltener Durchzügler, gelegentlich auch an größeren Gewässern wie dem Bodensee zu beobachten.
Sein bevorzugtes Habitat sind flache Uferzonen, Lagunen, Salzwiesen oder Überschwemmungsflächen mit seichtem Wasser.
Typisch ist seine Nahrungssuche: Dabei schwenkt er den leicht geöffneten Schnabel seitlich durch das Wasser.
Er frisst vor allem kleine Krebstiere, Insektenlarven, Würmer und andere wirbellose Tiere.
Die meisten Säbelschnäbler sind Zugvögel und überwintern an den Küsten Westeuropas, im Mittelmeerraum oder in Afrika.

 

Uferschnepfe (Limosa limosa)

Die Uferschnepfe (Limosa limosa) ist ein großer Watvogel mit langen Beinen und einem langen, geraden Schnabel.
Im Brutkleid zeigt sie eine auffällige rostrote Färbung an Hals und Brust.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist sie vor allem als Durchzügler zu beobachten, da ihre Brutgebiete überwiegend in Norddeutschland und Nordeuropa liegen.
Sie bevorzugt feuchte Wiesen, Überschwemmungsflächen, Moore und flache Gewässer als Lebensraum.
Mit ihrem langen Schnabel stochert sie im weichen Boden nach Insektenlarven, Würmern, Schnecken und kleinen Krebstieren.
Die Uferschnepfe ist ein Zugvogel und überwintert meist in Westeuropa oder in Westafrika.

Unsere Bilder der Uferschnepfe stammen aus Island und der Nordseeküste.

 

Regenbrachvogel (Numenius phaeopus)

Der Regenbrachvogel (Numenius phaeopus) ist ein mittelgroßer Watvogel mit braun gemustertem Gefieder und einem deutlich nach unten gebogenen Schnabel.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er vor allem als seltener Durchzügler während des Frühjahrs- und Herbstzuges auf.
Seine Brutgebiete liegen hauptsächlich in den Moor- und Tundralandschaften Nordeuropas und Asiens.
Während des Zuges rastet er auf Feuchtwiesen, an Flussufern oder in flachen Gewässern.
Mit seinem gebogenen Schnabel sucht er im weichen Boden nach Insekten, Würmern, Schnecken und kleinen Krebstieren.
Der Regenbrachvogel ist ein Langstreckenzieher und überwintert überwiegend an Küstengebieten in Afrika oder im Mittelmeerraum.

Unsere Bilder des Regenbrachvogels stammen aus Island, wo er auch brütet.

 

Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)

Der Flussregenpfeiffer (Charadrius dubius) ist ein kleiner Watvogel mit braunem Rücken, weißer Unterseite und einem auffälligen gelben Augenring.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er ein regelmäßiger Brutvogel, besonders an Flüssen wie Rhein, Neckar oder ihren Nebenflüssen.
Er bevorzugt offene Kies- und Sandflächen an Flussufern, Baggerseen oder Kiesgruben.
Typisch ist seine schnelle Lauf-und-Stopp-Bewegung, bei der er immer wieder kurz anhält, um Beute aufzunehmen.
Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Spinnen, Würmern und anderen kleinen Wirbellosen.
Der Flussregenpfeiffer ist ein Zugvogel und überwintert überwiegend in Afrika südlich der Sahara.

 

Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)

Der Goldregenpfeiffer (Pluvialis apricaria) ist ein mittelgroßer Watvogel mit goldbraun gesprenkeltem Gefieder und dunkler Unterseite im Brutkleid.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er vor allem als Durchzügler und Wintergast auf, meist auf offenen Feldern oder Feuchtwiesen.
Seine Brutgebiete liegen in den Moor- und Tundralandschaften Nordeuropas und Islands.
Oft hält er sich in größeren Trupps auf und sucht auf freien Flächen nach Nahrung.
Dabei frisst er hauptsächlich Insekten, Würmer, Schnecken und andere kleine Wirbellose.
Der Goldregenpfeiffer ist ein Zugvogel und überwintert vor allem in Westeuropa, teilweise auch im Mittelmeerraum.

Unsere Bilder vom goldregenpfeiffer stammen aus Island, wo er auch brütet.

 

Kiebitz (Vanellus vanellus)

Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist ein mittelgroßer Watvogel mit schwarz-weißem Gefieder, grünlichem Glanz und einer auffälligen Federhaube am Kopf.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kommt er als Brutvogel vor, vor allem in offenen Agrarlandschaften und Feuchtwiesen.
Typisch sind seine akrobatischen Balzflüge im Frühjahr, bei denen er rufend über sein Revier fliegt.
Er hält sich meist am Boden auf und läuft über Felder oder Wiesen, um nach Nahrung zu suchen.
Dabei frisst er vor allem Insekten, Würmer, Spinnen und andere kleine Wirbellose.
Viele Kiebitze sind Kurzstreckenzieher und überwintern in Westeuropa oder im Mittelmeerraum, während einige in milden Wintern bleiben.

 

Rotschenkel (Tringa totanus)

Der Rotschenkel (Tringa totanus) ist ein mittelgroßer Watvogel mit braun gemustertem Gefieder und auffällig roten Beinen.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird er meist als Durchzügler beobachtet, nur selten auch als Brutvogel in geeigneten Feuchtgebieten.
Sein Lebensraum sind Feuchtwiesen, Überschwemmungsflächen, Flussufer und flache Gewässer.
Typisch ist sein lauter, warnender Ruf und sein aktives Umherlaufen bei der Nahrungssuche.
Dabei frisst er vor allem Insekten, Würmer, kleine Krebstiere und andere wirbellose Tiere.
Der Rotschenkel ist ein Zugvogel und überwintert vor allem an den Küsten Westeuropas oder im Mittelmeerraum.

Unsere Bilder vom Rotschenkel stammen aus Island und von der Ostseeküste.

 

Grünschenkel (Tringa nebularia)

Der Grünschenkel (Tringa nebularia) ist ein schlanker Watvogel mit langen grünlichen Beinen und einem leicht nach oben gebogenen Schnabel.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er hauptsächlich als Durchzügler während des Frühjahrs- und Herbstzuges auf.
Seine Brutgebiete liegen in den Moor- und Taigagebieten Nordeuropas und Asiens.
Während des Zuges rastet er an Flussufern, Seen, Feuchtwiesen und in flachen Gewässern.
Er sucht im Wasser oder am Ufer nach Nahrung und frisst dabei Insekten, Würmer, kleine Fische und andere Wasserorganismen.
Der Grünschenkel ist ein Zugvogel und überwintert überwiegend in Südeuropa, Afrika oder im Mittelmeerraum.

 

Bekassine / Gallinago gallinago

Die Bekassine (Gallinago gallinago) ist ein kleiner bis mittelgroßer Watvogel mit sehr langem, geradem Schnabel und stark gemustertem Tarngefieder.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kommt sie nur noch lokal als Brutvogel vor, wird aber häufiger während des Vogelzugs beobachtet.
Sie lebt vor allem in Mooren, Feuchtwiesen, Sümpfen und anderen nassen Lebensräumen mit weichem Boden.
Typisch ist ihr Balzflug im Frühjahr, bei dem durch vibrierende Schwanzfedern ein meckerndes Geräusch entsteht.
Mit ihrem langen Schnabel stochert sie im feuchten Boden nach Würmern, Insektenlarven und anderen kleinen Wirbellosen.
Die Bekassine ist ein Zugvogel und überwintert meist in Westeuropa oder im Mittelmeerraum.

 

Wasserralle (Rallus aquaticus)

Die Wasserralle (Rallus aquaticus) ist ein heimlich lebender Sumpfvogel mit braunem Rücken, grauer Brust und langem rotem Schnabel.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kommt sie in geeigneten Feuchtgebieten als Brutvogel vor, wird aber wegen ihrer versteckten Lebensweise selten gesehen.
Ihr Lebensraum sind dichte Röhrichte an Seen, Teichen, Sümpfen und langsam fließenden Gewässern.
Die Wasserralle bewegt sich meist geschickt durch das Schilf und zeigt sich nur selten im offenen Gelände.
Sie ernährt sich vor allem von Insekten, Würmern, Schnecken, kleinen Krebstieren und gelegentlich auch Samen.
Ein Teil der Population ist Zugvogel und überwintert in milderen Regionen Westeuropas oder im Mittelmeerraum.

 

Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana)

Das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana) ist ein kleiner, heimlich lebender Sumpfvogel mit braunem Gefieder, weißen Tupfen und grünlichen Beinen.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt es nur selten als Brutvogel auf, wird aber während des Vogelzugs gelegentlich in Feuchtgebieten beobachtet.
Sein Lebensraum sind flache, stark bewachsene Sümpfe, Röhrichte und Überschwemmungsflächen.
Das Tüpfelsumpfhuhn lebt sehr versteckt und bewegt sich meist im dichten Pflanzenbewuchs.
Es ernährt sich von Insekten, kleinen Schnecken, Würmern sowie gelegentlich von Samen und anderen Pflanzenteilen.
Die Art ist ein Zugvogel und überwintert überwiegend in Afrika südlich der Sahara oder im Mittelmeerraum.

 

Sanderling (Calidris alba)

Der Sanderling (Calidris alba) ist ein kleiner, hell gefärbter Watvogel mit kurzem schwarzem Schnabel und schnellen Laufbewegungen.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er nur selten als Durchzügler auf, meist an größeren Gewässern oder Überschwemmungsflächen.
Seine Brutgebiete liegen in der arktischen Tundra Nordamerikas, Grönlands und Eurasiens.
Typisch ist sein Verhalten an Ufern: Er läuft schnell vor und zurück und folgt dabei oft den Wasserlinien.
Dabei frisst er kleine Krebstiere, Insekten, Würmer und andere wirbellose Tiere.
Der Sanderling ist ein Langstreckenzieher und überwintert vor allem an Meeresküsten in Europa, Afrika und anderen wärmeren Regionen.

Unsere Bilder vom Sanderling stammen von der Nordseeküste und aus Andalusien.

 

Kampfläufer (Calidris pugnax)

Der Kampfläufer (Calidris pugnax) ist ein mittelgroßer Watvogel, dessen Männchen im Brutkleid eine auffällige Halskrause aus Federn tragen.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er hauptsächlich als Durchzügler während des Frühjahrs- und Herbstzuges auf.
Seine Brutgebiete liegen in den Moor- und Sumpflandschaften Nordeuropas und Sibiriens.
Bekannt ist der Kampfläufer für sein Balzverhalten, bei dem mehrere Männchen auf sogenannten Balzplätzen miteinander kämpfen und imponieren.
Er sucht auf Feuchtwiesen, Schlammflächen und flachen Gewässern nach Nahrung wie Insekten, Würmern, Schnecken und kleinen Krebstieren.
Der Kampfläufer ist ein Zugvogel und überwintert vor allem in Afrika südlich der Sahara oder im südlichen Asien.

 

Alpenstrandläufer (Calidris alpina)

Der Alpenstrandläufer (Calidris alpina) ist ein kleiner Watvogel mit braunem Rücken und im Brutkleid einem auffälligen schwarzen Bauchfleck.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er vor allem als Durchzügler und Wintergast an größeren Gewässern und Überschwemmungsflächen auf.
Seine Brutgebiete liegen in der arktischen Tundra Nordeuropas und Nordasiens.
Während des Zuges rastet er häufig in größeren Trupps auf Schlammflächen, Ufern oder Feuchtwiesen.
Mit seinem leicht gebogenen Schnabel sucht er im Schlamm nach Insektenlarven, Würmern, kleinen Krebstieren und anderen wirbellosen Tieren.
Der Alpenstrandläufer ist ein Zugvogel und überwintert überwiegend an den Küsten Westeuropas, im Mittelmeerraum oder in Afrika.

 

Waldwasserläufer (Tringa ochrupus)

Der Waldwasserläufer (Tringa ochropus) ist ein kleiner bis mittelgroßer Watvogel mit dunkelbraunem Rücken und weiß gesprenkeltem Gefieder.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird er vor allem während des Frühjahrs- und Herbstzuges beobachtet, gelegentlich auch als Brutvogel.
Er bevorzugt ruhige Gewässer wie Waldteiche, kleine Seen, Flussufer oder Überschwemmungsflächen.
Typisch ist sein plötzliches Auffliegen mit einem hellen Ruf, wobei der weiße Bürzel gut sichtbar ist.
Bei der Nahrungssuche läuft er im flachen Wasser oder am Ufer entlang und pickt nach Insekten, Würmern und kleinen Wasserorganismen.
Der Waldwasserläufer ist ein Zugvogel und überwintert meist in Südeuropa, Afrika oder Südasien.

 

Flussuferläufer (Actitis hypoleucos)

Der Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) ist ein kleiner Watvogel mit braunem Rücken, weißer Unterseite und einem charakteristisch wippenden Schwanz.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er ein regelmäßiger Brutvogel an Flüssen, Seen und größeren Baggerseen.
Er bevorzugt offene Ufer mit Kies, Sand oder Steinen sowie flache Gewässerränder.
Typisch ist sein schnelles Laufen entlang der Uferlinie, wobei er ständig mit dem Hinterkörper wippt.
Dabei frisst er vor allem Insekten, Larven, kleine Krebstiere und andere wirbellose Tiere.
Der Flussuferläufer ist ein Zugvogel und überwintert hauptsächlich in Afrika südlich der Sahara oder im Mittelmeerraum.

 

Bruchwasserläufer (Tringa glareola)

Der Bruchwasserläufer (Tringa glareola) ist ein kleiner Watvogel mit braunem, weiß gesprenkeltem Rücken und relativ langen gelblich-grünen Beinen.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird er hauptsächlich während des Frühjahrs- und Herbstzuges an Feuchtgebieten beobachtet.
Seine Brutgebiete liegen in Mooren und Sumpflandschaften der nördlichen Taiga in Europa und Asien.
Während des Zuges rastet er an flachen Gewässern, Überschwemmungsflächen, Teichen oder Feuchtwiesen.
Er sucht im seichten Wasser oder auf Schlammflächen nach Insekten, Larven, kleinen Krebstieren und anderen Wirbellosen.
Der Bruchwasserläufer ist ein Zugvogel und überwintert überwiegend in Afrika südlich der Sahara.

 

Zwergstrandläufer (Calidris minuta)

Der Zwergstrandläufer (Calidris minuta) ist ein sehr kleiner Watvogel mit braunem Rücken und heller Unterseite.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er vor allem als Durchzügler während des Frühjahrs- und Herbstzuges auf.
Seine Brutgebiete liegen in der arktischen Tundra Nordeuropas und Nordasiens.
Während des Zuges rastet er häufig an schlammigen Ufern, Flachwasserzonen, Feuchtwiesen oder an größeren Seen.
Er sucht auf Schlammflächen nach kleinen Insekten, Larven, Würmern und anderen wirbellosen Tieren.
Der Zwergstrandläufer ist ein Langstreckenzieher und überwintert überwiegend in Afrika oder im südlichen Asien.

 

Sichelstrandläufer (Calidris ferruginea)

Der Sichelstrandläufer (Calidris ferruginea) ist ein mittelgroßer Strandläufer mit relativ langem, leicht nach unten gebogenem Schnabel.
Im Brutkleid zeigt er eine auffällige rostrote Färbung an Kopf, Hals und Brust.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird er meist als seltener Durchzügler an größeren Gewässern beobachtet.
Seine Brutgebiete liegen in der arktischen Tundra Sibiriens.
Während des Zuges sucht er auf Schlammflächen und in flachem Wasser nach Insekten, Würmern, kleinen Krebstieren und anderen wirbellosen Tieren.
Der Sichelstrandläufer ist ein Langstreckenzieher und überwintert überwiegend in Afrika, Südasien oder Australien.

 

Dunkelwasserläufer (Tringa erythropus)

Der Dunkle Wasserläufer (Tringa erythropus) ist ein schlanker Watvogel mit langen roten Beinen und einem relativ langen Schnabel.
Im Brutkleid ist er fast vollständig schwarz gefärbt, während er im Winterkleid eher grau-weiß erscheint.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er vor allem als Durchzügler während des Frühjahrs- und Herbstzuges auf.
Seine Brutgebiete liegen in den Moor- und Sumpflandschaften der nördlichen Taiga und Tundra.
Bei der Nahrungssuche watet er durch flaches Wasser und frisst Insekten, Würmer, kleine Krebstiere und gelegentlich kleine Fische.
Der Dunkle Wasserläufer ist ein Zugvogel und überwintert überwiegend in Afrika oder im Mittelmeerraum.

 

Druckversion | Sitemap
© Michael Voß

Diese Homepage wurde mit IONOS MyWebsite erstellt.