RACKENVÖGEL

Eisvogel (Alcedo atthis)

Der Eisvogel ist ein kleiner, leuchtend gefärbter Vogel mit blau-türkiser Oberseite und orangefarbener Unterseite. Sein Brutgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas, besonders entlang sauberer Fließgewässer und Seen. In Deutschland ist er ein verbreiteter, wenn auch lokal gebundener Brutvogel und kommt auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg regelmäßig vor. Typisch ist sein Verhalten, von einer Sitzwarte aus ins Wasser zu stoßen, um Fische zu erbeuten. Seine Nahrung besteht überwiegend aus kleinen Fischen, ergänzt durch Wasserinsekten und Kaulquappen. Der Eisvogel ist meist Standvogel, kann aber bei strengen Wintern in mildere Regionen ausweichen. Als Lebensraum bevorzugt er klare, fischreiche Gewässer mit steilen Uferwänden, in die er seine Brutröhren gräbt.

 

Europäischer Bienenfresser (Merops Apiaster)

Der Europäischer Bienenfresser ist ein farbenprächtiger Vogel mit leuchtend blau-grünem Gefieder, gelber Kehle und langem, leicht gebogenem Schnabel. Sein europäisches Brutgebiet liegt vor allem in Süd- und Südosteuropa, breitet sich aber seit einigen Jahren auch stärker nach Mitteleuropa aus. In Deutschland ist er ein zunehmend häufiger Brutvogel, besonders auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, wo er lokal stabile Bestände bildet. Typisch ist sein Verhalten, im Flug Insekten zu jagen und dabei oft von exponierten Sitzwarten zu starten. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus fliegenden Insekten wie Bienen, Wespen und Libellen. Der Europäische Bienenfresser ist ein ausgeprägter Zugvogel, der den Winter in Afrika südlich der Sahara verbringt. Als Lebensraum bevorzugt er warme, offene Landschaften mit Steilwänden oder sandigen Abbruchkanten, in die er seine Brutröhren gräbt.

 

Wiedehopf (Upupa epops)

Der Wiedehopf ist ein auffälliger Vogel mit orangebraunem Gefieder, schwarz-weiß gebänderten Flügeln und einer markanten, aufstellbaren Federhaube. Sein Brutgebiet in Europa liegt vor allem in Süd- und Mitteleuropa, mit Schwerpunkten in wärmeren, offenen Landschaften. In Deutschland ist er ein seltener, aber regional vorkommender Brutvogel, unter anderem auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, insbesondere in geeigneten Habitaten. Typisch ist sein Verhalten, am Boden nach Nahrung zu suchen und dabei mit dem langen Schnabel im Boden zu stochern. Seine Nahrung besteht überwiegend aus Insekten, deren Larven sowie anderen kleinen Wirbellosen. Der Wiedehopf ist ein Zugvogel, der im Winter nach Afrika zieht. Als Lebensraum bevorzugt er offene, warme Landschaften wie Streuobstwiesen, Weinberge, Trockenrasen und lichte Wälder mit Höhlen oder Nistmöglichkeiten.

 

Blauracke (Coracias garrulus)

Die Blauracke ist ein auffällig gefärbter Vogel mit leuchtend blauem Gefieder und braunen Partien am Rücken. Ihr europäisches Brutgebiet liegt vor allem in Südosteuropa sowie in kleineren Restbeständen in Süd- und Osteuropa, während sie in Mitteleuropa stark zurückgegangen ist. In Deutschland gilt sie heute als sehr seltener Gast und Brutvogel ist sie hier kaum noch vertreten, auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg nur ausnahmsweise nachgewiesen. Typisch ist ihr Verhalten, von erhöhten Sitzwarten aus nach Beute Ausschau zu halten und dann stoßweise zuzugreifen. Sie ernährt sich überwiegend von größeren Insekten, aber auch von kleinen Wirbeltieren wie Eidechsen oder Mäusen. Die Blauracke ist ein Zugvogel, der den Winter in Afrika südlich der Sahara verbringt. Als Lebensraum bevorzugt sie warme, offene Landschaften mit einzelnen Bäumen, wie Steppen, lichte Wälder oder extensiv genutzte Agrarflächen.

 

Die Bilder dieser Galerie stammen aus dem Kruger N.P. in Südafrika, wo die Blauracken den europäischen Winter verbringen.

 

RABENVÖGEL

Rabenkrähe (Corvus corone)

Als ich diese Seite hier mit den Rabenvögeln ins Leben gerufen hatte, plagte mich gleich das schlechte Gewissen, weil ich eigentlich lange Zeit diese intelligenten Vögel geflissentlich ignoriert hatte. In den letzten Wochen gelangen mir dann doch einige Aufnahmen, wobei meine Ausbeute noch stark ausbaufähig ist. Aber es reicht immerhin, der Rabenkrähe schonmal eine Rubrik zu geben.

Die Rabenkrähe ist ein großer, komplett schwarzer Rabenvogel mit kräftigem Schnabel und glänzendem Gefieder. Ihr Brutgebiet erstreckt sich über weite Teile Westeuropas und Mitteleuropas. In Deutschland ist sie ein sehr häufiger Brutvogel und kommt auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg flächendeckend vor. Typisch ist ihr intelligentes und anpassungsfähiges Verhalten sowie ihr Auftreten einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen. Sie ist ein Allesfresser und ernährt sich von Insekten, Würmern, kleinen Wirbeltieren, Aas, Samen und Abfällen. Die Rabenkrähe ist überwiegend Standvogel und bleibt ganzjährig in ihrem Revier. Als Lebensraum nutzt sie offene Landschaften, Agrarflächen, Wälder sowie Siedlungsbereiche.

 

Nebelkrähe (Corvus cornix)

Die Nebelkrähe ist ein großer Rabenvogel mit grauem Körper und schwarzem Kopf, Flügeln und Schwanz. Ihr Brutgebiet in Europa liegt vor allem in Nord-, Ost- und Südosteuropa, während sie in Mitteleuropa nur regional vorkommt. In Deutschland ist sie hauptsächlich im Osten verbreitet; in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt sie meist nur als seltener Gast oder Durchzügler auf. Typisch ist ihr intelligentes und anpassungsfähiges Verhalten sowie ihr oft vorsichtiges Auftreten. Sie ist ein Allesfresser und ernährt sich von Insekten, kleinen Wirbeltieren, Aas, Eiern, Samen und Abfällen. Die Nebelkrähe ist überwiegend Standvogel, zeigt jedoch außerhalb der Brutzeit teils Wanderbewegungen. Als Lebensraum nutzt sie offene Landschaften, Küsten, Agrarflächen sowie Siedlungen und Gewässernähe.

Nebelkrähen kommen im süddeutschen Raum nicht vor. Deshalb stammt die bisher einzige Aufnahme von einer unserer Reisen an die Ostsee. Tja, auch bei dieser Art haben wir noch etwas nachzuholen, was die Anzahl an Aufnahmen betrifft.

 

Star (Sturnus vulgaris)

Der Star ist ein mittelgroßer Singvogel mit dunklem, metallisch schillerndem Gefieder, das je nach Licht grünlich und violett glänzt. Sein Brutgebiet erstreckt sich über nahezu ganz Europa, von Westeuropa bis weit nach Osteuropa. In Deutschland ist er ein sehr häufiger Brutvogel und kommt auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg weit verbreitet vor. Typisch ist sein geselliges Verhalten, besonders außerhalb der Brutzeit, wenn er in großen Schwärmen auftritt und eindrucksvolle Flugformationen bildet. Seine Nahrung besteht aus Insekten, Würmern, Beeren und Früchten. Der Star ist ein Teilzieher, wobei viele Vögel im Winter nach Süd- und Westeuropa ziehen, während andere bleiben. Als Lebensraum bevorzugt er offene Landschaften, Wiesen, Weiden sowie Siedlungen mit Nistmöglichkeiten in Höhlen oder Gebäuden.

 

Eichelhäher (Garrulus glandarius)

Der Eichelhäher ist ein mittelgroßer Rabenvogel mit rosabraunem Gefieder und auffälligen blau-schwarz gebänderten Flügelfedern. Sein Brutgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas, vor allem in Wäldern von West- bis Osteuropa. In Deutschland ist er ein häufiger Brutvogel und kommt auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg flächendeckend vor. Typisch ist sein aufmerksames und oft scheues Verhalten sowie seine Fähigkeit, andere Vogelstimmen nachzuahmen. Er ernährt sich vielseitig, besonders von Eicheln, Nüssen, Samen, Insekten und kleinen Wirbeltieren. Der Eichelhäher ist überwiegend Standvogel, zeigt aber in manchen Jahren ausgeprägte Wanderbewegungen (Invasionen). Als Lebensraum bevorzugt er Laub- und Mischwälder, kommt aber auch in Parks, Gärten und Feldgehölzen vor.

Der Eichelhäher ist ein recht häufiger Vogel in Mitteleuropa. Das heißt aber nicht, dass er leicht zu fotografieren ist. Wie alle Rabenvögel ist er sehr intelligent und aufmerksam. So hört man sehr oft seinen krächzenden Ruf...oder man sieht ihn gerade noch wegfliegen. Unsere Bilder aus dieser Reihe stammen alle aus dem Schwetzinger Schlossgarten, wo man ihn gelegentlich mal schön vor die Linse bekommt!!!

 

Elster (Pica pica)

Die Elster ist ein auffälliger Rabenvogel mit schwarz-weißem Gefieder und schillerndem, metallischem Glanz an Flügeln und Schwanz. Ihr Brutgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas, von Westeuropa bis nach Osteuropa, in unterschiedlichsten Landschaften. In Deutschland ist sie ein häufiger Brutvogel und kommt auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg flächendeckend vor. Typisch ist ihr intelligentes und neugieriges Verhalten sowie der Bau großer, kugelförmiger Nester in Bäumen und Sträuchern. Sie ist ein Allesfresser und ernährt sich von Insekten, kleinen Wirbeltieren, Aas, Eiern, Beeren und menschlichen Abfällen. Die Elster ist überwiegend Standvogel und bleibt ganzjährig in ihrem Revier. Als Lebensraum bevorzugt sie offene Landschaften mit Bäumen, Gärten, Parks und Siedlungsbereiche.

 

WÜRGER

Neuntöter (Lanius collurio)

Der Neuntöter ist ein mittelgroßer Singvogel, bei dem das Männchen durch seinen grauen Kopf, die schwarze Augenmaske und den rötlichbraunen Rücken auffällt. Sein Brutgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas, besonders in Mittel- und Osteuropa sowie in geeigneten Landschaften Westeuropas. In Deutschland ist er ein verbreiteter Brutvogel und kommt auch regelmäßig in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg vor. Typisch ist sein Verhalten, Beutetiere auf Dornen oder Stacheln aufzuspießen, um Vorräte anzulegen. Er ernährt sich vor allem von großen Insekten, aber auch von kleinen Wirbeltieren wie Eidechsen oder Mäusen. Der Neuntöter ist ein ausgeprägter Zugvogel, der den Winter in Afrika südlich der Sahara verbringt. Als Lebensraum bevorzugt er offene Landschaften mit Hecken, Sträuchern und Dornenbüschen, wie Streuobstwiesen, Weiden und Feldränder.

 

Raubwürger (Lanius excubitor)

Der Raubwürger ist ein mittelgroßer Singvogel mit grauem Gefieder, schwarzer Gesichtsmaske und kräftigem, leicht hakigem Schnabel. Sein Brutgebiet in Europa liegt vor allem in Nord- und Osteuropa sowie in Teilen Mitteleuropas in geeigneten offenen Landschaften. In Deutschland ist er ein seltener Brutvogel und tritt in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg meist als Wintergast oder Durchzügler auf. Typisch ist sein Verhalten, von erhöhten Sitzwarten aus nach Beute Ausschau zu halten und diese dann gezielt zu schlagen. Er ernährt sich von größeren Insekten, kleinen Säugetieren, Vögeln und gelegentlich Reptilien. Der Raubwürger ist je nach Region Stand- oder Teilzieher, wobei nördliche Populationen im Winter nach Süden ausweichen. Als Lebensraum bevorzugt er offene Landschaften mit einzelnen Bäumen oder Sträuchern, wie Heiden, Moore, Wiesen und Agrarflächen.

Bei uns in der Gegend kommt er nicht häufig vor, deshalb habe ich ihm und meinen zwei Begegnungen in der Wagbachniederung eine eigene Galerie eingräumt.

 

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© Michael Voß

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