Letzter Edit: 07.04.2026
Jetzt haben die "größeren" Vögel (eine bessere Bezeichnung ist mir leider nicht eingefallen) auch einen neuen Platz. Viel Spaß mit Kranich, Reiher & Co.. Das gibt weitere Entspannung im Ordner "Vögel"!
Der Kranich (Grus grus) ist ein großer, eleganter Vogel mit langen Beinen, langem Hals und grauem Gefieder sowie einem auffälligen roten Scheitelfleck.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er vor allem als Durchzügler auf, wenn im Frühjahr und Herbst große Schwärme aus Nord- und Osteuropa ziehen.
Während des Zuges rasten Kraniche gelegentlich auf Feldern, Feuchtgebieten oder flachen Gewässern.
Typisch sind ihre trompetenden Rufe und der V-förmige Formationsflug der ziehenden Trupps.
Sie ernähren sich überwiegend von Pflanzen, Samen und Getreidekörnern, nehmen aber auch Insekten, Würmer und kleine Wirbeltiere auf.
Als Zugvögel überwintern viele europäische Kraniche in Spanien oder Südfrankreich und kehren im Frühjahr in ihre nördlichen Brutgebiete zurück.
Die Bilder in unserer Galerie sind alle auf dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern entstanden.
Der Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus) ist ein großer, langbeiniger Vogel mit rosa-weißem Gefieder, langem Hals und einem charakteristisch geknickten Schnabel.
Seine europäischen Brutgebiete liegen vor allem im Mittelmeerraum, etwa in Südfrankreich, Spanien und Italien.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tritt er nur selten als Irrgast auf, meist handelt es sich um einzelne verirrte oder entflogene Vögel.
Flamingos leben in flachen Salz- und Brackgewässern, Lagunen und großen Feuchtgebieten.
Typisch ist ihre Nahrungssuche: Mit dem spezialisierten Schnabel filtern sie Kleinkrebse, Algen und andere Kleinstorganismen aus dem Wasser, was auch ihre rosa Färbung verursacht.
Der Rosaflamingo ist teilweise ein Zugvogel, viele Populationen bleiben jedoch in ihren Brutgebieten oder unternehmen nur kurze Wanderungen.
Unsere Bilder dieser Galerie stammen ausnahmslos aus der Camargue in Südfrankreich.
"Wo sind denn die Purpurreiher???": werde ich des öfteren in der Wagbachniederung gefragt, die nicht weit von meinem Wohnort entfernt ist! Ja, diese schöne und seltene Reiherart ist sehr begehrt bei den Naturfotografen, natürlich auch bei mir. Leider haben sie sich in den letzten Jahren zum Brüten weit ins Schilf zurückgezogen. Die vielen Fotografen vor Ort fordern ihren Tribut - nicht zuletzt von einigen, wenigen Vollidioten, die in der Wathose bis vor die Nester gehen, um die genialen Fotos zu generieren. Schande über diejenigen. Das hat mit Naturfotografie nichts zu tun. Nicht nur ich würde sofort die Polizei einschalten, wenn jemand erwischt wird. Eine Kamera für die Beweismittel haben wir fast alle dabei. Also lasst den Blödsinn!!
Meine Aufnahmen habe ich im Laufe der Jahre zusammengetragen. Einige sind auch von anderen NSG.
Der Purpurreiher (Ardea purpurea) ist ein schlanker Reiher mit langem Hals, rostbraunen und grauen Gefiederpartien sowie dunklen Streifen am
Hals.
In Rheinland-Pfalz ist er nur selten zu beobachten, während er in Baden-Württemberg vor allem am Bodensee und in größeren
Feuchtgebieten als seltener Brutvogel vorkommt.
Er lebt bevorzugt in ausgedehnten Röhrichten an Seen, Flüssen und Sümpfen, wo er sich gut zwischen den Schilfstängeln verstecken kann.
Der Purpurreiher bewegt sich vorsichtig und langsam durch das Röhricht oder lauert regungslos auf Beute.
Zu seiner Nahrung gehören vor allem Fische, Amphibien, Insekten und kleine Wirbeltiere.
Als Zugvogel verlässt er Mitteleuropa im Herbst und überwintert hauptsächlich im tropischen Afrika.
In meinen Anfangsjahren war ich noch stolz wie Bolle, wenn ich mal einen Silberreiher fotografiert hatte. Ja, in den Jahren so um 2010 waren sie bei uns in Mitteleuropa auch noch nicht weit verbreitet. Das hat sich mittlerweile geändert. Auch wenn sie heutzutage keine Exoten mehr sind, ändert das nichts an der Tatsache, dass sie sich sehr gut in Szene setzen lassen können.
Der Silberreiher (Ardea alba) ist ein großer, schneeweißer Reiher mit langem Hals, langen Beinen und gelbem Schnabel.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er heute deutlich häufiger als früher und vor allem an Flüssen, Seen und Feuchtgebieten zu
beobachten.
Außerhalb der Brutzeit sieht man ihn oft auch auf Wiesen und Feldern, wo er langsam schreitend nach Nahrung sucht.
Typisch ist seine ruhige Jagdweise: Er bleibt häufig regungslos stehen und stößt dann blitzschnell mit dem Schnabel zu.
Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Fischen, Amphibien, Insekten und kleinen Säugetieren.
Der Silberreiher ist in Mitteleuropa teils Standvogel, wird im Winter jedoch durch ziehende Vögel aus Nord- und Osteuropa verstärkt.
Der Seidenreiher (Egretta garzetta) ist ein schlanker, rein weißer Reiher mit schwarzen Beinen und auffällig gelben Füßen.
In Rheinland-Pfalz wird er nur gelegentlich beobachtet, während er in Baden-Württemberg, besonders am Bodensee, inzwischen häufiger
vorkommt und teilweise auch brütet.
Er lebt vor allem an flachen Ufern von Seen, Flüssen, Lagunen und in Feuchtgebieten.
Typisch ist seine aktive Jagdweise: Er läuft durch das flache Wasser, bewegt die Füße oder breitet kurz die Flügel aus, um Beute aufzuscheuchen.
Seine Nahrung besteht aus kleinen Fischen, Amphibien, Insekten und anderen Wasserlebewesen.
Der Seidenreiher ist ein Zugvogel, der den Winter überwiegend im Mittelmeerraum oder in Afrika verbringt.
Der Kuhreiher ist ein mittelgroßer, weiß gefärbter Reiher, der durch seine enge Bindung an Weidetiere auffällt. In Europa liegt sein Brutgebiet vor allem im Mittelmeerraum (z. B. Spanien, Südfrankreich, Italien), breitet sich aber seit einigen Jahrzehnten weiter nach Norden aus. In Deutschland wird er selten, aber zunehmend regelmäßig beobachtet, auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, meist als Durchzügler oder Wintergast. Typisch ist sein Verhalten, in der Nähe von Rindern oder Pferden nach aufgescheuchten Insekten zu suchen. Seine Nahrung besteht überwiegend aus Insekten wie Heuschrecken, aber auch kleinen Wirbeltieren. Der Kuhreiher ist ein Teilzieher: Während südliche Populationen standorttreu sind, ziehen nördliche Vögel im Winter in wärmere Regionen. Als Lebensraum bevorzugt er offene Landschaften wie Feuchtwiesen, Weiden und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Graureiher sind hierzulande weiß Gott keine Exoten. Hätte ich jeden Graureiher fotografiert, den ich bisher gesehen habe, dann wären alle meine Festplatten voll. Im Winter freut man sich dann doch öfters mal, wenigstens ein anständiges Reiherbild mit nach Hause gebracht zu haben. Ja, und manchmal passt ja auch das Licht, das Umfeld und die Stimmung so wunderbar, dass sich unsere weitverbreiteste Reiherart hier auch eine eigene Galerie verdient hat.
Der Graureiher (Ardea cinerea) ist ein großer, grau gefärbter Reiher mit langem Hals, langen Beinen und auffälligem schwarzem
Kopfstreif.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er weit verbreitet und häufig an Flüssen, Seen, Teichen und Feuchtgebieten zu
beobachten.
Außerhalb der Brutzeit sucht er oft auch auf Wiesen und Feldern nach Nahrung.
Typisch ist seine ruhige Jagdweise: Er steht regungslos im flachen Wasser und stößt blitzschnell mit dem Schnabel zu.
Seine Nahrung besteht aus Fischen, Amphibien, Insekten, kleinen Säugetieren und gelegentlich auch Vögeln.
Viele Graureiher sind Standvögel, während andere im Winter in mildere Regionen nach Süd- und Westeuropa ziehen.
Der Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) ist ein kompakter Reiher mit grauem Gefieder, schwarzem Rücken und roter Iris.
In Rheinland-Pfalz tritt er nur selten auf, während er in Baden-Württemberg, besonders am Bodensee, als seltener Brutvogel vorkommen
kann.
Er lebt vor allem in Feuchtgebieten mit Schilf, Auenwäldern und ruhigen Uferzonen.
Wie sein Name andeutet, ist er überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und verbringt den Tag meist gut versteckt in Bäumen oder im Röhricht.
Seine Nahrung besteht aus Fischen, Amphibien, Insekten und anderen kleinen Wasserlebewesen.
Der Nachtreiher ist ein Zugvogel, der den Winter überwiegend in Afrika südlich der Sahara verbringt.
Der Weißstorch ist bei uns hier am Rhein wirklich keine Seltenheit. Wenn wir dann mal Besuch aus anderen Gegenden Deutschlands haben, hörten wir öfters schonmal: "Guck mal, da ist ja ein Storch"! Da hat sich der erfolgreiche Kulturfloger wohl doch noch nicht überall breit gemacht! Auf jeden Fall ein Grund, auch ihm eine Galerie einzurichten!
Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist ein großer Vogel mit weißem Gefieder, schwarzen Flügelspitzen sowie langen roten Beinen und rotem
Schnabel.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg hat sich der Bestand nach starken Rückgängen wieder erholt, und die Art brütet heute wieder in
vielen Regionen.
Er lebt in offenen Landschaften wie Wiesen, Auen, Feuchtgebieten und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Typisch ist seine Nahrungssuche zu Fuß auf Wiesen oder Feldern, wo er langsam umhergeht und nach Beute sucht.
Seine Nahrung besteht aus Insekten, Regenwürmern, Amphibien, kleinen Säugetieren und gelegentlich Reptilien.
Der Weißstorch ist ein Langstreckenzieher, der den Winter meist in Afrika verbringt und im Frühjahr in seine Brutgebiete zurückkehrt.
Der Europäische Löffler (Platalea leucorodia) ist ein großer, weißer Watvogel mit langem Hals und einem charakteristisch löffelförmig
verbreiterten Schnabel.
In Rheinland-Pfalz wird er nur gelegentlich als Durchzügler beobachtet, während er in Baden-Württemberg, besonders am Bodensee,
regelmäßiger auftreten kann.
Er lebt in flachen Gewässern wie Lagunen, Seen, Überschwemmungsflächen und Feuchtgebieten.
Typisch ist seine besondere Jagdweise: Er schreitet durch das Wasser und schwenkt seinen geöffneten Schnabel seitlich hin und her.
Dabei erbeutet er kleine Fische, Krebstiere, Insektenlarven und andere Wasserorganismen.
Der Europäische Löffler ist ein Zugvogel und überwintert überwiegend im Mittelmeerraum oder in Afrika.
Der Braunsichler ist ein mittelgroßer Watvogel mit dunkelbraunem, metallisch schimmerndem Gefieder und einem charakteristisch gebogenen Schnabel. Sein europäisches Brutgebiet liegt vor allem im Mittelmeerraum sowie in Südosteuropa, mit einer zunehmenden Ausbreitung nach Mitteleuropa. In Deutschland tritt er selten, aber regelmäßiger werdend auf, auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, meist als Durchzügler oder seltener Brutvogel. Typisch ist sein Verhalten, im flachen Wasser tastend nach Nahrung zu suchen, wobei er den Schnabel im Schlamm hin und her bewegt. Er ernährt sich vor allem von Insekten, Würmern, kleinen Krebstieren und gelegentlich kleinen Fischen. Der Braunsichler ist ein Zugvogel, der im Winter überwiegend nach Afrika zieht. Als Lebensraum bevorzugt er Feuchtgebiete wie Sümpfe, Überschwemmungsflächen, Lagunen und Verlandungszonen mit dichter Vegetation.