Spechte und Schwalben

Gerade in den letzten zwei Jahren habe ich einige gute Aufnahmen von den heimischen Spechten und auch Schwalben machen können....wobei einige fehlen auch noch...aber wir arbeiten dran!!

 

Ich habe jetzt noch die Schwalben mit in diesen Ordner gepackt. Thematisch passen die Arten nicht besonders gut zusammen....aber platzmäßig umso besser!! Und nett anzuschauen sind sie sowieso!!

 

Letzter Edit: 12.03.2026

 

 

Buntspecht (Dendrocopos mayor)

Der Buntspecht (Dendrocopos major) ist ein mittelgroßer Specht mit schwarz-weißem Gefieder und rotem Unterschwanz.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er ein sehr häufiger Brutvogel in Wäldern, Parks und Gärten.
Er lebt in Laub-, Misch- und Nadelwäldern sowie in baumreichen Siedlungsgebieten.
Typisch ist sein lautes Trommeln an Baumstämmen, mit dem er sein Revier markiert.
Der Buntspecht ernährt sich vor allem von Insekten und Larven unter der Rinde, frisst aber auch Samen, Nüsse und gelegentlich Eier oder Jungvögel.
Er ist überwiegend ein Standvogel und bleibt das ganze Jahr über in seinem Revier.

 

Mittelspecht (Leiopicus medius)

Der Mittelspecht (Dendrocoptes medius) ist ein mittelgroßer Specht mit schwarz-weißem Gefieder und einem auffälligen roten Scheitel.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kommt er vor allem in alten Laubwäldern vor und ist regional verbreitet.
Besonders häufig ist er in eichenreichen Wäldern anzutreffen.
Im Gegensatz zu anderen Spechten klettert er viel an dünneren Ästen und sucht dort nach Nahrung.
Er frisst hauptsächlich Insekten, Larven und Spinnen, ergänzt seine Nahrung aber auch mit Samen und Beeren.
Der Mittelspecht ist ein Standvogel und bleibt das ganze Jahr über in seinem Brutgebiet.

 

Grünspecht (Picus viridis)

Der Grünspecht (Picus viridis) ist ein auffälliger Specht mit grünem Gefieder, roter Kopfplatte und schwarzer Gesichtsmaske.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er weit verbreitet und vor allem in offenen Landschaften mit einzelnen Bäumen, Streuobstwiesen, Parks und Waldrändern anzutreffen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Spechten hält er sich häufig am Boden auf.
Typisch ist sein lauter, lachender Ruf, der besonders im Frühjahr oft zu hören ist.
Seine Hauptnahrung besteht aus Ameisen und deren Larven, die er mit seiner langen Zunge aus dem Boden holt.
Der Grünspecht ist ein Standvogel und bleibt das ganze Jahr über in seinem Revier.

 

Grauspecht (Griseo picus)

Der Grauspecht (Picus canus) ist ein mittelgroßer Specht mit graugrünem Gefieder und einer unauffälligen roten Stirn beim Männchen.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kommt er vor allem in strukturreichen Laub- und Mischwäldern vor, ist jedoch deutlich seltener als der Grünspecht.
Er bevorzugt ruhige Waldgebiete mit alten Bäumen und Lichtungen.
Der Grauspecht sucht seine Nahrung sowohl an Baumstämmen als auch häufig am Boden.
Er ernährt sich hauptsächlich von Ameisen, frisst aber auch andere Insekten, Larven und gelegentlich Beeren.
Die Art ist überwiegend Standvogel und bleibt ganzjährig in ihrem Revier.

 

Wendehals / Jynx torquilla

Der Wendehals (Jynx torquilla) gehört zur Familie der Spechte, unterscheidet sich aber deutlich durch sein braun-graues, stark getarntes Gefieder und das Fehlen der typischen Spechtfärbung.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kommt er nur noch lokal vor, vor allem in Streuobstwiesen, offenen Landschaften und lichten Wäldern.
Seinen Namen verdankt er der Fähigkeit, bei Gefahr den Kopf schlangenartig zu drehen.
Im Gegensatz zu vielen Spechten hackt er kaum ins Holz und nutzt meist vorhandene Baumhöhlen zum Brüten.
Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Ameisen und deren Larven, die er mit seiner langen Zunge aus dem Boden holt.
Der Wendehals ist ein Zugvogel und überwintert überwiegend in Afrika südlich der Sahara.

 

Ein Bild mit dokumentarischen Charakter vom Wendehals. Ich begegnete ihm vor einigen Jahren in der Wagbachniederung.

 

Kleiber/Spechtmeise (Sitta europaea)

Ja, ich weiß natürlich auch, dass der Kleiber oder auch Spechtmeise genannt, nicht mit den Spechten verwandt ist. Ich habe jetzt einfach mal seinen zweiten Namen "Spechtmeise" genutzt, um ihn hier unterzubringen. 

Im Winter kann man ihn ganz gut an Futterplätzen erwischen. Oft ist er gegenüber den anderen Vögeln recht frech, was ihn irgendwie sympathisch macht. Es sieht ja auch total toll aus, wenn er in akrobatischer Weise die Baumstämme und Äste kopfvoran runterklettert, um Nahrung zu suchen. Er ist übrigens der einzige Vogel Mitteleuropas, der das kann. Ich mag ihn jedenfalls sehr. Leider sieht man ihn in den letzten Jahren immer weniger. Auch er leidet unter dem Verlust an Lebensraum und dem Klimawandel.

 

Der Kleiber (Sitta europaea) ist ein kleiner, kräftiger Singvogel mit blaugrauem Rücken, rostfarbener Unterseite und einem schwarzen Augenstreif.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er weit verbreitet und häufig in Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten anzutreffen.
Typisch ist seine Fähigkeit, als einer der wenigen Vögel auch kopfüber an Baumstämmen hinunterzuklettern.
Er brütet in Baumhöhlen und verkleinert oft den Eingang mit Lehm, um ihn besser zu schützen.
Der Kleiber ernährt sich von Insekten, Spinnen sowie von Samen und Nüssen, die er häufig in Rindenspalten einklemmt und aufhackt.
Er ist ein Standvogel und bleibt das ganze Jahr über in seinem Revier.

 

Schwalben

Schwalben im Flug zu fotografieren ist wahrlich nicht einfach. Man braucht einen schnellen Autofokus oder eine gute Taktik - am besten beides. Gut geeignet sind Stellen, wo sie immer wieder dieselben Flugrouten fliegen. Da kann man dann schon in etwa vorfokussieren, und man hat dann einfach viele Versuche. Mit der Zeit stellt man sich immer mehr drauf ein und bekommt dann vielleicht ein scharfes Foto der pfeilschnellen Vögel. Ich empfehle Belichtungszeiten von etwa 1/3200 sec.. 1/4000 sec. oder schneller sind noch besser. Man muss auch mit jeder Menge Ausschuss rechnen. Sind bei einer Session mal 3 gute Bilder dabei, kann man schon zufrieden sein!

 

Rauchschwalbe (Hirundo rustica)

Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica) ist ein schlanker Singvogel mit tief gegabeltem Schwanz, glänzend dunkelblauem Rücken und rostroter Kehle.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist sie ein typischer Brutvogel in ländlichen Gebieten, besonders in Dörfern mit Ställen und Scheunen.
Sie baut ihre napfförmigen Nester aus Lehm meist im Inneren von Gebäuden.
Die Rauchschwalbe jagt im Flug nach Insekten und ist oft niedrig über Wiesen, Feldern oder Gewässern zu sehen.
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Fliegen, Mücken und anderen kleinen Fluginsekten.
Sie ist ein Langstreckenzieher und überwintert in Afrika südlich der Sahara.

 

Mehlschwalbe (Delichon urbica)

Die Mehlschwalbe (Delichon urbicum) ist ein kleiner Zugvogel mit glänzend schwarzem Rücken, weißer Unterseite und auffällig weißem Bürzel.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist sie ein verbreiteter Brutvogel, besonders in Dörfern und Städten.
Sie baut ihre geschlossenen Nester aus Lehm meist außen unter Dachvorsprüngen an Gebäuden.
Mehlschwalben jagen in der Luft nach kleinen Insekten und sind oft hoch über Siedlungen, Feldern oder Gewässern unterwegs.
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Fliegen, Mücken und anderen fliegenden Insekten.
Die Art ist ein Langstreckenzieher und überwintert in Afrika südlich der Sahara.

 

Uferschwalbe (Riparia riparia)

Die Uferschwalbe (Riparia riparia) ist die kleinste europäische Schwalbenart und besitzt ein braunes Obergefieder mit weißer Unterseite und einem dunklen Brustband.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg kommt sie als Brutvogel vor, besonders an Flüssen, Seen und in Kiesgruben.
Typisch sind ihre Brutkolonien in steilen Sand- oder Lehmwänden, in die sie lange Brutröhren gräbt.
Uferschwalben jagen im Flug nach kleinen Insekten und fliegen dabei oft niedrig über Wasserflächen.
Ihre Nahrung besteht vor allem aus Mücken, Fliegen und anderen kleinen Fluginsekten.
Die Art ist ein Zugvogel und überwintert in Afrika südlich der Sahara.

 

Mauersegler (Apus apus)

Mauersegler gehören zu den Seglern und nicht zu den Schwalben, obwohl sie ihnen sehr ähnlich sind! Die Bilder dieser Galerie gehören zu einer Serie, wo ich mal einen der Flugkünstler erwischt hatte!

 

Der Mauersegler (Apus apus) ist ein schlanker, dunkel gefärbter Vogel mit langen, sichelförmigen Flügeln und sehr schnellen Flugbewegungen.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er ein typischer Brutvogel in Städten und Ortschaften, wo er Nischen an Gebäuden nutzt.
Den größten Teil seines Lebens verbringt er in der Luft und landet außerhalb der Brutzeit kaum.
Er jagt im Flug nach kleinen Insekten und Spinnen, die er hoch in der Luft fängt.
Typisch sind seine schnellen Jagdflüge und die lauten, schrillen Rufe über den Dächern der Städte.
Der Mauersegler ist ein Langstreckenzieher und überwintert im tropischen Afrika südlich der Sahara.

 

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© Michael Voß

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