Portugal

Nach langem hin und her aus gesundheitlichen Gründen konnten wir im April 2022 doch noch die 16 tägige Reise nach Portugal durchführen.  Wir modifizierten die von Tarukreisen angebotene Kleingruppenreise "Vasco Da Gama" insofern, dass wir 4 Tage vor der eigentlichen Reise in Porto anreisten und am Ende 2 Tage in der Algarve verlängerten. Das gelang mit Taruk auch sehr kurzfristig. Da zeigte sich der Reiseanbieter unseres Vertrauens mal wieder sehr flexibel. Vielen Dank nochmal für die Bemühungen.

In Portugal gilt der April als der regenreichste Monat, und so war es wiedermal ein gewisses Risiko mit dem Wetter. Wir erhofften uns als Fotografen natürlich tolle Wolkenhimmel und Lichtsituationen. Dieser Wunsch erfüllte sich dann auch öfters. Und so brachten wir einige sehr stimmungsvolle Bilder mit, die man im heißen Sommer wohl eher nicht fotografieren könnte. Davon könnt ihr euch gern in den folgenden Bildergalerien überzeugen. Die ein bis zwei Regentage möchte ich aber auch nicht verschweigen.

Insgesamt war es eine enorm abwechslungsreiche Reise mit interessanten Einblicken in die Kultur und Natur Portugals. Die Tour startete in Porto im Norden Portugals. Dann ging es zu einem Abstecher ins benachbarte Spanien nach Santiago de Compostela. Zurück in Portugal besuchten wir dann das Dourotal mit dem wunderschönen Weinanbaugebiet des weltberühmten Portweines. Bis nach Lissabon standen noch zahlreiche kleinere Städte, gespickt mit UNESCO Weltkulturerbestätten auf dem Programm.

Nach 3 intensiven Tagen in Portugals Hauptstadt brachte uns diese tolle Reise weiter in den Süden zur Algarve, wo wir insgesamt noch 3 Tage verbrachten. Unvergessen die Tagestour mit Pedro, der uns unermüdlich die Schönheit seiner Heimat näherbrachte. Aber dazu später mehr.

Vielen Dank und ganz viele liebe Grüße auf diesem Wege an unsere temperamentvolle und wunderbare Reiseleiterin Ana und die sehr nette Reisegruppe!!! Und natürlich auch einen herzlichen Gruß an unseren tollen Fahrer und werdenden Vater Daniel!

Porto

Der Start in Porto gelang prächtig! Nachmittags am Flughafen angekommen gönnten wir uns eine Taxe, um zum Hotel inmitten der Altstadt von Porto zu gelangen. So schafften wir es dann rechtzeitig, zum Sonnenuntergang auf dem Aussichtspunkt oberhalb der Ponte Luis zu sein. Von hier hat man einen traumhaften Blick über die Altstadt, der berühmten Brücke "Ponte Luis" und dem gigantischen Douro, der wenige Kilometer westwärts von dort in den Atlantik mündet. Einen schöneren Abendhimmel konnte man sich kaum vorstellen. Sehr spät kamen wir nach dem Shooting wieder zurück zum Hotel, um am nächsten Morgen gleich wieder früh unterwegs zu sein...dieses Mal aber unterhalb der Brücke, wo die Portweinvertriebe ihren Sitz haben. Als Schauobjekte sind dort alte Transportboote im Fluss vertäut, mit denen in früheren Zeiten der Portwein aus dem Dourotal an die Küste transportiert wurde, ehe er von Porto aus in alle Welt verschifft wurde. Die Boote mit der Brücke bzw. der Altstadt sind natürlich sehr bevorzugte Fotomotive. Auch hier passte das Licht wieder perfekt.

An diesem Tage unternahmen wir u.a. noch eine Bootsfahrt auf dem Douro, der die 6 großen Brücken von Porto abhandelte und einen Ausflug zu einer kleinen Kapelle, die ca. 15 Kilometer südlich der Stadt direkt am Strand liegt. Den Weg dorthin legten wir öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Wir hatten uns für drei Tage eine Portocard gekauft, mit der wir sämtliche öffentliche Verkehrsmittel nutzen durften und zusätzlich noch einen Rabatt in zahlreichen Museen wie der Bolsa oder dem Casa da Musica hatten.

Am nächsten Morgen nahmen wir dann an einer Führung im Casa da Musica teil, und nachmittags ging es dann raus zur Küste. Wir wollten den Leuchtturm unbedingt fotografieren, wenn sich die Wellen dort am Kai brechen.

Der Himmel wurde allerdings immer grauer. Erst als es fast dunkel war, konnten wir mit den Lichtern der Stadt im Hintergrund Aufnahmen nach unserem Geschmack auf den Chip bannen.

Am nächsten Tag war dann Regen angesagt. So um 11 Uhr morgens erfüllten sich dann auch die tropfnassen Prophezeiungen. Innenaufnahmen von Kirchen und die wirklich beeindruckende Bolsa standen dann auf dem Programm. Und da war doch noch etwas!!! Die Buchhandlung Lello ist ja wirklich ein Traum für Fotografen. Die wunderschönen Räumlichkeiten standen allerdings Pate für die "Harry Potter Verfilmungen". Die Autorin der Romane lebte ein paar Jahre in Porto und ließ sich durch "Lello" inspirieren. Das ist auch an der Fangemeinde nicht vorbeigegangen und so ist bei Instagram ein regelrechter Hype entstanden, so dass man sich erst in einer sehr langen Warteschlange anstellen muss, um hier eingelassen zu werden. Der Eintritt kostet 5 Euro, den man beim Erstehens eines Produktes gutgeschrieben bekommt. Am besten man holt sich ein Ticket im Internet. Dann braucht man nicht ganz so lange warten. Wir standen jedenfalls eine gute Stunde im strömenden Regen bis zum Einlass. Dann ist man allerdings auch alles andere als allein. Jeder möchte natürlich ein Selfie von sich auf der roten Treppe haben. Und so muss man schon sehr viel Geduld haben, um wenigstens die mal frei fotografieren zu können.

Am nächsten Morgen haben wir dann mit der Gruppe und Ana, der Reiseleiterin einen kleinen Stadtrundgang gemacht.

Nachmittags knöpften wir uns dann noch mal die historische Straßenbahn und einige anderen Motive vor, ehe wir abends nochmal den Aussichtspunkt vom ersten Abend besuchten. Der Blick von hier ist einfach atemberaubend!! Das Licht war dieses Mal wesentlich sanfter und hatte auch seinen Reiz. Und so fotografierten wir zum Abschied dann nochmal von dieser Stelle.

Wir sind von Porto absolut begeistert, können es nicht nur Fotografen für ein paar Tage empfehlen.

 

Guimaraesh und Braga

Die meisten Mitteleuropäer kennen wahrscheinlich in Portugal nur die Großstädte Lissabon und Porto. Ich muss zugeben. Mir ging es da nicht viel anders. Während dieser Reise lernten wir allerdings auch noch eine ganze Reihe sehr interessanter kleinerer Städte Portugals und viele UNESCO Weltkulturstätten kennen. Nicht weit von Porto in nördlicher Richtung liegt Guimaraesh, das wir dann gleich nach dem Frühstück im Hotel in Porto ansteuerten. Dabei nahmen wir dann auch zum ersten Mal Kontakt zum sehr komfortablen Bus auf.

Nach einer Stunde standen wir dann auch schon vor den Bauten in Guimaraesh, wo König Alfons der 1. einst vor vielen Jahrhunderten das Land Portugal gründete. Ich werde jetzt nicht die Geschichte jedes einzelnen Zieles widergeben. Dazu schaut doch einfach in Wikipedia o.ä.

Wir haben uns jedenfalls die imposante Burg von außen und die historische Altstadt angeschaut und natürlich Anas Ausführungen gelauscht...oder fotografiert. Motive gab es reichlich. Doris hat bei dieser Reise oft ihr neues 70-200mm für Details eingesetzt, während ich doch meistens für die Weitwinkelaufnahmen zuständig war. Aber natürlich hat Doris auch Weitwinkel gemacht und ich natürlich auch Details!!

Noch ein bisschen besser hat uns das Städtchen Braga gefallen, das nur einige Kilometer von Guimaraesh entfernt ist. Braga hat auch eine sehr schöne historische Altstadt, aber es kam uns hier etwas übersichtlicher vor. Wir erkundeten während unserer Mittagspause auf eigene Faust die Altstadt, entdeckten dabei Alleen mit blühenden Bäumen, schöne Geschäfte (eine tolle Eisdiele...yummy, yummy), lauschten zwei Violinisten, bestaunten in einem kleinen Park, die derzeit blühenden Pflanzen...der Tag verging jedenfalls wie im Fluge.

Übernachtet haben wir in Ponte de Lima, ein wahrhaft malerisches Dorf an einem Fluß mit einer wunderschönen historischen Brücke!

Unser Hotel lag direkt an der Uferpromenade, wo sich jetzt in der Karwoche jeden Tag ein anderer Markt veranstaltet wird. Sonntagnachmittags war dort natürlich bei der Ankunft ein ziemliches Treiben direkt vor unserem Hotel festzustellen, das sich aber nach Ende des Marktes schnell in Luft auflöste. So sind wir dann noch bei schönem Abendlicht mit Stativen und Filtern ans Ufer, um die Brücke mit Langzeitbelichtungen in Szene zu setzen. Kurz vor Sonnenuntergang kämpfte sich die Sonne unerwartet doch noch durch die Wolken, sehr zu unserer Zufriedenheit!!

Danach suchten wir zu recht später Stunde noch ein Restaurant auf, um noch ein sehr gutes und recht günstiges Mal zu uns zu nehmen. Und einen Portwein gab es zum Dessert auch noch...kann man sich dran gewöhnen!! ;-)))

Heute hatte auf jeden Fall das Wetter noch "mitgespielt". Morgen sollte dann Regen aufziehen!

 

Santiago de Compostela

Die ganze Nacht hatte es in Ponte De Lima geregnet. So war am Morgen der ganze Uferbereich überschwemmt. Das hatten wir aber vom Frühstücksbereich noch nicht gesehen. Gerade hatten wir uns einen Kaffee und zu Essen geholt, als sich die Sonne so ganz zart durch Wolken kämpfte und die Landschaft in ein fast märchenhaftes Licht tauchte. Ich musste etwas mit mir kämpfen, das Frühstück nicht zu unterbrechen...aber nach zwei Minuten schlürfte ich den Kaffee hastig hinunter, schnell nochmal ins Zimmer und die Kamera holen. Am Haupteingang des Hotels sahen wir dann auch das geflutete Ufer, wo sich die Szenerie mit der schönen Brücke im Überschwemmungsbereich spiegelte. Das war doch mal wieder ein sehr gelungener Start in den ansonsten sehr regnerischen Tag. Bis nach Santiago De Compostela (gehört zu Spanien) hatten wir gut zwei Stunden Fahrt vor uns. Wir kamen noch gerade im Trockenen am Rande der Altstadt an, bevor der Himmel dann die Schleusen öffnete. Nach einem tropfnassen Rundgang um den gewaltigen Komplex mit der berühmten Kathedrale war vom Reiseveranstalter ein Mittagessen incl. einer Kostprobe von selbst hergestellten Likören geplant. Da konnten wir uns Zeit lassen, denn draußen regnete es in einer Tour. Am Nachmittag ließ es etwas nach, ganz vereinzelt zeigte sich auch mal die Sonne wieder. Wir nutzten natürlich jedes bisschen blau am Himmel, um zu fotografieren. Ein paarmal gelang es ganz gut...aber die Traumfotos von dem bekannten Pilgerort konnten wir an diesem Tage nicht machen. Klar, die Innenaufnahmen der Kathedrale mit ihren vielen goldenen Details durften nicht fehlen. Ein kleines Sonnenfenster nutzte ich für eine Weitwinkelaufnahme der Außenansicht. Aber die Bilder von 1997, als Doris und ich Santiago damals im Sommer bei bestem Wetter und incl. der alle fünf Jahre stattfindenden Fiesta besuchten, gingen uns nicht aus dem Kopf. Kontrastreicher konnte ein Besuch kaum sein. Und so findet ihr in dieser Bilderreihe nicht allzu viele Aufnahmen.

Untergebracht waren wir etwas außerhalb der Stadt, ein Fußweg hätte ca. 1,5 Stunden zurück zur Altstadt gedauert. Am Abend gab es dann noch ein wunderbares Licht, das wir aber nur vom Hotelfenster bestaunen konnten. Tja, so haben wir uns einfach mal an diesem Abend ausgeruht - es sollten die nächsten Tage noch einige Highlights kommen.

Dourotal

Der nächste Morgen in Santiago sah wettermäßig auch nicht viel besser aus. Aber nach dem Verladen der Koffer ging es jetzt ja wieder in südliche Richtung. Heute standen ein Besuch einer Weinkellerei für Portwein in Pinhăo und eine Bootsfahrt auf dem Douro auf dem Programm. Bis dahin hatten wir aber erst eine Busfahrt von ca. 2 Stunden vor uns. Auf dem Weg wurde dann das Wetter immer besser, die Wolken verschwanden zwischendurch immer mal wieder und ließen die Sonne durchscheinen. Das sah besonders gut in den kilometerlangen Serpentinen hinunter zu Fluss aus. Die ganze Landschaft erinnerte mich oft an die Toskana – einfach wunderschön! Zwischendurch machten wir einen Stopp an einem Parkplatz mit einer tollen Aussicht, wo wir die ganze Schönheit des Dourotals bestaunen konnten.

Angekommen in der Weinkellerei „Croft“ wurden wir mit einem Glas Portwein begrüßt, bevor uns eine Mitarbeiterin die Gebäude incl. des Weinkellers zeigte und uns natürlich auch die Produktionsweise des Weines sehr anschaulich erklärte.

Dieser Ort liegt aber nicht nur in einer traumhaften Landschaft, auch die ganze Kellerei lädt sehr zum Verweilen ein. Gegen Mittag wurden wir dann mit einem leckeren Essen und weiteren Weinen verwöhnt. Es gab lokale Spezialitäten wie Käse, Schinken, Brot, Salat…und zum Dessert durften dann die berühmten Pastel De Nata und andere Süßigkeiten nicht fehlen.

Fotografisch sind wir auch voll auf unsere Kosten gekommen. Das teilweise parkähnliche Gelände ließ sich bestens in Szene setzen. Insgesamt ein toller Programmpunkt.

Mit vollem Bauch fiel es der ganzen Gruppe ein wenig schwer, den Bus mit dem Ziel Bootsfahrt wieder zu besteigen. Aber diese Fahrt auf dem Douro hatte ja auch seinen Reiz.

Am späten Nachmittag bestiegen wir das Boot, die etwa einstündige Fahrt mit einem dieser historischen Transportboote zeigte uns die Landschaft jetzt aus anderer Perspektive. Aber keine Angst, die Boote wurden natürlich für den Personenverkehr umgebaut und sind technisch auf modernsten Stand. Und es gab selbstverständlich jede Menge zu fotografieren.

Im Anschluss zeigte uns Ana noch den historischen Bahnhof mit seinen kunstvollen Fliesen. Die Motive zeigen Szenen aus dem Weinbau der früheren Zeiten. Wirklich sehr sehenswert!!!

Nicht weit davon lag unser sehr komfortables Hotel. Vom Zimmer aus hatten wir einen tollen Blick ins Tal. Doris und ich sind dann zum Sonnenuntergang nochmal ein Stück den Weg hinauf zum Ortsende gelaufen. Von dort hatte man nochmal einige tolle Ausblicke, die wir natürlich auch mit den Kameras konservierten. In der Lounge des Hotels gönnten wir uns dann noch einen Portwein, der den traumhaft schönen Tag sehr elegant abrundete.

Lamego und Coimbra

Nach einer sehr erholsamen Nacht ging es am nächsten Morgen weiter Richtung Süden. Heute standen Lamego und Coimbra auf dem Plan. Morgens ließ uns Daniel in der Altstadt aus dem Bus, damit wir uns einen Überblick machen konnten, ober wir die über 600 Stufen zur bekannten Kirche hochlaufen oder uns mit dem Bus hochfahren lassen würden. Doris und ich sind hochgelaufen, weil man zwischendurch interessante Perspektiven hat. Außerdem kann ein bisschen Körperertüchtigung auch nicht allzu schädlich sein. Zumal später nach dem Besuch der Kirche noch eine kleine Verköstigung hiesiger Spezialitäten angesagt war. Auf jeden Fall ist dieses ganze Konstrukt mit Kirche und dieser gigantischen Treppenanlage auf der Welt einmalig…und natürlich auch sehr fotogen. Leider war das Licht nicht so ganz optimal. Erst zum Ende des Besuchs setzte sich die Sonne durch.

Weiter fuhren wir dann nach Coimbra, der Stadt mit der ersten Universität Portugals. Diese Aussage allein lässt schon erahnen, dass Coimbra auch eine Altstadt hat…und zwar eine sehr schöne – vielleicht die schönste der etwas kleineren Städte während dieser Reise. Porto und Lissabon möchte ich da mal rausnehmen. Die stehen allein durch ihre Größe außer Konkurrenz.

Nach einem Stadtrundgang mit Ana hatten wir dann einige Stunden Freizeit, um die Stadt zu erkunden. Zum Sonnenuntergang postierten wir uns dann an der gegenüber liegenden Flussseite, um das Altstadtpanorama mit dem Fluss im Vordergrund zu fotografieren. Dabei setzten wir dann mal wieder zur „Beruhigung“ des Wassers unsere ND-Filter ein. Wir blieben bis zur blauen Stunde, mussten dann noch ein Restaurant ausfindig machen. Wir wurden dann auch schnell fündig. Vorher trafen wir in der Stadt noch eine Gruppe Studenten, die in ihrer üblichen vornehmen Tracht Livemusik spielten. Sie machten das sehr gut und bekamen nicht nur von uns ein paar Geldstücke als Belohnung in ihren Korb geworfen. Für die Studenten ist es eine Möglichkeit, ihr Taschengeld mit ihren Vorführungen etwas aufzubessern. Und für uns eine gute Möglichkeit, schöne Portrait- und Videoaufnahmen zu machen.

Das Hotel war wirklich ausgezeichnet, und so konnten wir nach einer wiederum erholsamen Nacht Kurs auf zwei weiter UNESCO Weltkulturerbestätten nehmen. Tomar und Batala!

Tomar und Kloster Batalha

Lissabon

Sintra, Cabo da Roca und Belem

Algarve

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