Letzter Edit: 04.03.2026
Der Ordner "Vögel" platzt mittlerweile aus allen Nähten. Daher habe ich schonmal die Greifvögel in diesen Ordner ausgelagert. Und so werde ich mittelfristig die Vögel neu ordnen. Dann werden auch die Ladezeiten kürzer!
Die Bilder sind natürlich kein Vergleich zu unseren Seeadlerbildern aus Norwegen, wo die großen Raubvögel mit Fisch zum Boot gelockt werden.
Der Seeadler (Haliaeetus albicilla) ist der größte heimische Greifvogel und beeindruckt mit seiner enormen Flügelspannweite von bis zu 2,40
Metern.
Altvögel erkennt man am weißen Schwanz und dem kräftigen gelben Schnabel, während Jungvögel noch überwiegend dunkel gefärbt sind.
In Rheinland-Pfalz tritt er bislang meist als seltener Gast auf, während er sich in Baden-Württemberg, besonders am Bodensee, wieder
als Brutvogel etabliert hat.
Typisch ist sein ruhiger, kraftvoller Segelflug über großen Gewässern und ausgedehnten Feuchtgebieten.
Seine Hauptbeute sind Fische und Wasservögel, doch er nutzt auch Aas oder stiehlt gelegentlich anderen Vögeln die Beute.
Seeadler bauen gewaltige Horste in hohen Bäumen nahe am Wasser und nutzen diese oft über viele Jahre hinweg.
Ende 2024 tauchte mehrmals ein juveniler Seeadler hier bei uns in der Vorderpfalz in einem Naturschutzgebiet auf, was hier so weit im Süden eine kleine Sensation ist. Seeadler sind extrem scheu. So war er bei meinen Beobachtungen immer sehr weit entfernt. Mit 1120mm Brennweite konnte ich ihn dennoch ein paarmal recht gut erwischen.
Die Bilder sind natürlich kein Vergleich zu unseren Seeadlerbildern aus Norwegen, wo die großen Raubvögel mit Fisch zum Boot gelockt werden.
Der Fischadler (Pandion haliaetus) ist ein mittelgroßer Greifvogel mit überwiegend weißer Unterseite und einem dunklen
Augenstreif.
Er ist ein spezialisierter Fischjäger und kommt in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg vor allem als Durchzügler im Frühjahr und
Herbst vor, während Brutvorkommen dort bislang selten sind.
Typisch ist sein spektakulärer Sturzflug, bei dem er aus der Luft ins Wasser eintaucht, um Fische mit seinen kräftigen Fängen zu greifen.
Seine Nahrung besteht nahezu ausschließlich aus lebenden Fischen, die er geschickt mit den Krallen fixiert.
Beim Flug über Seen und Flüsse rüttelt er manchmal kurz oder kreist suchend über dem Wasser.
Als Zugvogel überwintert er überwiegend in Afrika und kehrt im Frühjahr in seine nördlichen Brutgebiete zurück.
Fischadler sind hier in der Kurpfalz derart selten, dass ich die Bilder des einen Überfluges im Frühjahr 2025 in der Saalbachniederung eine eigene Galerie widme. Ich hoffe sehr, dass ich diese Bilderreihe in der Zukunft noch ausbauen kann. Das letzte Bild aus dieser Galerie stammt von La Gomera.
Der Mäusebussard (Buteo buteo) ist der häufigste Greifvogel Deutschlands und zeigt eine sehr variable Gefiederfärbung von dunkelbraun bis fast
weiß.
Er ist in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg flächendeckend verbreitet und besiedelt offene Landschaften mit Wäldern, Feldern und
Wiesen.
Typisch ist sein kreisender Segelflug in der Thermik sowie das geduldige Ansitzen auf Pfählen oder Bäumen am Feldrand.
Seine Hauptbeute sind Feldmäuse, daneben frisst er auch andere Kleinsäuger, Vögel, Reptilien und Aas.
Während der Brutzeit verteidigt er sein Revier energisch gegen Artgenossen und andere Greifvögel.
Sein Horst befindet sich meist hoch in Bäumen und wird oft über mehrere Jahre hinweg immer wieder genutzt.
Habichte sind bei uns in der Gegend recht rar. Ich habe ihn bisher erst einmal vor die linse bekommen, als er im Winter direkt vor der Beobachtungshütte am See herflog. Dabei erwischte ich ihn im Morgenlicht!
Der Habicht (Accipiter gentilis) ist ein kräftiger, kurzflügeliger Greifvogel mit breitem Schwanz und auffälligem
Überaugenstreif.
Er ist in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg weit verbreitet und bewohnt vor allem größere Waldgebiete, jagt aber auch am Waldrand
und zunehmend in Städten.
Typisch ist sein schneller, wendiger Flug zwischen Bäumen, bei dem er überraschend aus der Deckung angreift.
Zu seiner Beute zählen vor allem mittelgroße Vögel wie Tauben oder Krähen sowie Eichhörnchen und andere Kleinsäuger.
Habichte sind ausgesprochene Einzelgänger und verteidigen ihr Revier energisch gegen Artgenossen.
Ihr großes Horstnest bauen sie hoch in alten Bäumen, oft über viele Jahre hinweg immer wieder am selben Standort.
Der Rotmilan (Milvus milvus) ist ein eleganter Greifvogel mit rostbraunem Gefieder, hellerem Kopf und einem tief gegabelten Schwanz, der ihn unverwechselbar macht.
Er kommt besonders häufig in Deutschland vor – große Bestände leben auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, wo er offene Kulturlandschaften mit Wiesen,
Feldern und Waldrändern bevorzugt.
Typisch ist sein segelnder, wendiger Flug, bei dem er mit leicht geknickten Flügeln über der Landschaft kreist und nach Nahrung Ausschau hält.
Der Rotmilan ernährt sich vor allem von Kleinsäugern wie Mäusen, frisst aber auch Vögel, Aas und gelegentlich Regenwürmer oder Insekten.
Im Gegensatz zu vielen anderen Greifvögeln ist er oft gesellig und sammelt sich außerhalb der Brutzeit in größeren Schlafgemeinschaften.
Seine Nester baut er meist hoch in Bäumen, und von dort aus prägt er als charakteristische Art das Landschaftsbild im Südwesten Deutschlands.
Endlich ist es mir in 2025 gelungen, ein paar gute Aufnahmen vom Schwarzmilan in der Saalbachniederung einzufangen. Er heißt zwar Schwarzmilan, wobei er eigentlich braun ist. Besonders fotogen finde ich seinen gelben Schnabel..ja, und im Morgenlicht steht er seinem Vetter, dem Rotmilan optisch in nichts nach!!
Der Schwarzmilan (Milvus migrans) ist ein mittelgroßer Greifvogel mit dunkelbraunem Gefieder und leicht gegabeltem Schwanz.
Er kommt in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg regelmäßig als Brutvogel vor, besonders entlang von Flüssen wie dem Rhein und in
seenreichen Gebieten.
Typisch ist sein gewandter Segelflug, bei dem er oft über Gewässern kreist und geschickt Beute oder Aas aufnimmt.
Seine Nahrung ist vielseitig und umfasst Fische, Kleinsäuger, Vögel sowie Aas und Abfälle.
Schwarzmilane sind gesellige Vögel und brüten teilweise in lockeren Kolonien.
Als Zugvogel verlässt er im Herbst Mitteleuropa und überwintert überwiegend in Afrika.
Die Rohrweihe (Circus aeruginosus) ist die größte heimische Weihenart und an ihren breiten Flügeln sowie dem langen Schwanz gut zu
erkennen.
Männchen zeigen im Flug einen auffälligen Kontrast aus braunen, grauen und schwarzen Partien, während Weibchen überwiegend dunkelbraun gefärbt sind.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg brütet sie regelmäßig an Seen, Teichen und in ausgedehnten Schilfgebieten.
Typisch ist ihr niedriger, schaukelnder Suchflug über Röhrichten und Feuchtwiesen, bei dem sie aufmerksam nach Beute Ausschau hält.
Sie ernährt sich vor allem von kleinen Säugetieren, Wasservögeln und deren Küken, frisst aber auch Amphibien und gelegentlich Aas.
Ihr Nest baut sie gut versteckt im dichten Schilf, wo sie während der Brutzeit sehr revierverteidigend auftritt.
Die Kornweihe (Circus cyaneus) ist ein schlanker Greifvogel mit langen Flügeln und langem Schwanz, der im Flug dicht über Felder und Wiesen
gleitet.
Das Männchen ist auffällig hellgrau mit schwarzen Flügelspitzen, während das Weibchen braun gefärbt ist und einen weißen Bürzel zeigt.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist sie vor allem als Durchzüglerin und Wintergast zu beobachten, nur selten brütet sie
dort.
Typisch ist ihr niedriger Suchflug im sogenannten „Weihenstil“, bei dem sie mit leicht V-förmig gehaltenen Flügeln ruhig über dem Boden patrouilliert.
Ihre Hauptbeute sind Kleinsäuger wie Feldmäuse, daneben erbeutet sie auch kleine Vögel.
Als Bodenbrüter ist sie besonders störungsanfällig, weshalb offene, störungsarme Landschaften für ihren Schutz wichtig sind.
Der Turmfalke (Falco tinnunculus) ist ein mittelgroßer Falke mit rostbraunem Rücken und beim Männchen mit grauem Kopf und grauem
Schwanz.
Er ist in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg weit verbreitet und besiedelt sowohl offene Landschaften als auch Dörfer und
Städte.
Typisch für ihn ist das sogenannte „Rütteln“: Dabei steht er scheinbar in der Luft und späht aus der Höhe nach Beute.
Seine Hauptnahrung besteht aus Feldmäusen, daneben erbeutet er auch kleine Vögel, Insekten und Eidechsen.
Turmfalken brüten häufig in Nischen an Gebäuden, Kirchtürmen oder in alten Krähennestern.
Dank seiner Anpassungsfähigkeit zählt er zu den bekanntesten und häufigsten Greifvögeln im Südwesten Deutschlands.