Bei dieser Gattung wird es etwas kompliziert. Teilweise sind sich die einzelnen Arten sehr ähnlich. Das macht die Bestimmung öfters mal schwierig. Da nehme ich mich nicht heraus. Deshalb kommt dieses Kapitel auch so ziemlich zuletzt an die Reihe.
Und so fange ich mit einer Art an, die eindeutig zu bestimmen und ein echter Sympathieträger ist. Ich kenne keinen Fotografen, der diese hübschen Vögel nicht im Archiv haben möchte!
Der Papageitaucher ist ein kleiner, gedrungener Meeresvogel mit seinem auffälligen, dreieckigen Schnabel und dem schwarz-weißen Gefieder. Sein europäisches Brutgebiet liegt vor allem an den Küsten des Nordatlantiks, insbesondere in Island, Norwegen, Großbritannien und Irland. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist er kein regelmäßiger Vogel, sondern wird nur äußerst selten als Irrgast beobachtet. Zur Brutzeit lebt er in großen Kolonien an steilen Küsten und nutzt selbst gegrabene Erdhöhlen als Nistplatz. Seine Nahrung besteht überwiegend aus kleinen Fischen, die er tauchend erbeutet und häufig mehrere Fische gleichzeitig im Schnabel transportiert. Der Papageitaucher ist ein ausgeprägter Zugvogel und verbringt die meiste Zeit außerhalb der Brutzeit auf dem offenen Meer. Sein Winterlebensraum liegt weit draußen im Nordatlantik, wo er monatelang unabhängig von Land lebt.