Dresden

Im Januar ein verlängertes Wochenende in Dresden scheint nicht besonders sinnvoll, zumahl der Wetterbericht keinen Schnee und eher durchwachsenes Wetter gemeldet hatte. Trotzdem spricht einiges für einen solchen Besuch. Erstmal die zwei Bahntickets für je 50 Euro von einem großen Discounter machte die Reise sehr konfortabel und günstig. Außerdem sind die Hotels zu der Zeit auch sehr günstig. Die meisten locken mit sehr attraktiven Angeboten.

Aus fotografischer Sicht ist der Hauptvorteil, daß es zu der Zeit nur sehr wenig Besucher gibt. So sind die Museen, die Semperoper und natürlich die attraktiven Plätze der Stadt meist menschenleer und so konnten wir wirklich sehr gute Aufnahmen machen. Besonders am Anreisetag war ein wunderschöner Himmel über Dresden, der mit dem sanften Licht der Abendsonne eine tolle Lichtstimmung erzeugte. Ja, wir hätten uns am liebsten nach der Zugfahrt erstmal die Bequemlichkeiten des Hotels gewidmet, aber es war die goldrichtige Entscheidung, gleich auf Fotojagd zu gehen. Wir nutzten auch das letzte Licht der blauen Stunde, bis wir dann den kulinarischen Genüssen der Dresdener Gastronomie nachgingen.

Und richtig so, die nächsten zwei Tage war es grau in grau. Gleich morgens am nächsten Tag hatten wir Glück, daß wir Tickets für die Besichtigung der Semperoper bekamen, was im Sommer wegen des großen Andrangs schier unmöglich ist. Danach das "Grüne Gewölbe", das eine der wertvollsten Sammlungen der ganzen Welt zeigt.

Am nächsten Tag ein Besuch in der Neustadt auf der östlichen Elbseite, wo ein sehr kreatives und buntes Viertel entstanden ist. Auf jeden Fall ein heftiger Kontrast zu dem klassischen Dresden. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt, kamen gleich mit einigen Bewohnern in nette Gespräche. Na ja, die Motive sind für einige vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, uns macht es jedenfalls großen Spaß, durch unsere Fotos auch diesen Stadtteil zu skizzieren.

Am Abreisetag nochmal Kaiserwetter mit stahlblauen Himmel, der der Seele bei diesem grauen Winter sehr gut tat, dem Fotografen allerdings nicht so behagt, weil vieles eher langweilig wirkt.

Außerdem war an dem Morgen der Showdown der Skilanglaufsprinter, für den man einige hundert Tonnen an Kunstschnee produziert und am Elbufer zu einer Sprintpiste aufbereitet hat. Das brauchten wir und wahrscheinlich viele Dresdener nicht wirklich! So waren durch den Skizirkus einige klassische Dresdenmotive verbaut, so ganz nebenbei ist auch die Augustusbrücke sehr großräumig für viele Monate eingerüstet. Und auch im Zwinger stehen einige Gerüste und am Horizont der schönen Elbmetropole findet man etliche Baukräne. Das reduzierte die Motivauswahl erheblich. Trotzdem sind wir mit unseren Bildern und dem Erlebten sehr zufrieden. Resümierend kann man behaupten, daß Dresden immer eine Reise wert ist.

Vielleicht nicht unbedingt montagabends!

 

Jetzt aber viel Spaß mit unseren Eindrücken!!!

 

Die Bilder habe ich chronologisch angeordnet